Evangelische Kirchengemeinde Eisenberg/Pfalz


Partnerschaft mit AMAS

Spendenprojekt in Brasilien besichtigt

EISENBERG: Christen unterstützen Kinder

Eisenberger Christen unterstützen seit rund 17 Jahren die Arbeit einer Kindertagesstätte in der südbrasilianischen Stadt Curitiba. Was mit den Spenden- und Patenschaftsgeldern vor Ort geschieht, davon machten sich unter der Leitung von Pfarrer Friedrich Schmidt sechs Mitglieder der protestantischen und katholischen Kirchengemeinde, die 17 Tage lang auf eigene Kosten in Brasilien unterwegs waren, ein Bild.

„In der Kindertagesstätte werden Kinder aus sozial schwachen Familien ab ihrer Geburt bis zum Eintritt ins Schulalter tagsüber betreut“, erzählt Pfarrer Schmidt, „bekommen vier Mahlzeiten, werden bei Bedarf auch gewaschen und kehren abends zu ihren Familien zurück“. Das durchschnittliche Monatseinkommen betrage umgerechnet etwa 150 Euro, so Schmidt. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die Tagesstätte sei die Bedürftigkeit der Familie. Die Konfession spiele keine Rolle in der von dem mennonitischen Hilfswerk „AMAS“ getragenen Einrichtung.

Die derzeit 40 individuellen Patenschaften aus Eisenberg und Umgebung stellen einen wesentlichen Pfeiler der Arbeit vor Ort dar. Ergänzt werden diese Gelder durch Kollekten oder Einnahmen vom Waffelverkauf am Fußgängerzonenfest, aber auch Hochzeitspaare oder Geburtstagskinder stellen ihre Geldgeschenke dem Projekt zur Verfügung, freut sich Schmidt. Aus der jahrelangen Hilfsarbeit hat sich ein reger Austausch zwischen Curitiba und Eisenberg entwickelt.

Acht pfälzische Jugendliche waren bereits für ein Jahr in Brasilien und haben in der Kindertagesstätte Einsatz gezeigt. Im Gegenzug machten Brasilianer in Eisenberg Erfahrungen, die sie in der pädagogischen Arbeit mit den brasilianischen Kindern umsetzen, berichtet Schmidt. Die nächste junge Dame wird Ende des Jahres in Eisenberg erwartet. Private Spender vor Ort unterstützten ebenfalls die Einrichtung. So habe ein Unternehmer seinen Firmenanteil verkauft und dem Hilfswerk zur Verfügung gestellt.

Nicht zu beschreiben hingegen sei das Leben in den Slums. Die Menschen spielten keinerlei Rolle mehr für den Staat und hätten sich auch selbst „abgeschrieben“, schildert Schmidt die Situation. Auch hier kümmert sich AMAS mit der Caritas um die Straßenkinder, die mit Essen versorgt werden. Den Einsatz dieser Gelder organisiert der in Eisenberg bekannte Miguel mit seiner Frau. (hsc)

KURZ-INFO

Informationen über eine Patenschaft erteilt das Protestantische Pfarramt Eisenberg,
Telefon 06351 / 7213

Die Rheinpfalz - Nr. 192, Dienstag, 20. August 2002


 

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