Evangelische Kirchengemeinde Eisenberg/Pfalz


Gemeindebrief Blick - April 2001 

Inhalt:

- Seite 1: Titelbild "La Résurrection" - "Auferstehung Christi" Michelino da Besozzo, 1410
- Seite 2: Gottesdienste, Teil A
- Seite 3: Monatsgruß
- Seite 4: Regelmäßige Gruppenstunden und Sportangebote von CVJM und Evangelischer Jugend
- Seite 5: Partnerschaft mit AMAS / Brasilien - Brief von Miriam Müller
- Seite 6: Partnerschaft mit AMAS / Brasilien - Fortsetzung
- Seite 7: Partnerschaft mit AMAS / Brasilien - Fortsetzung
- Seite 8: Landessynode: Dank und Unterstützung für Jugendarbeit / Stichwort: Ostern
- Seite 9: Termine - Gruppen und Kreise / Impressum
- Seite 10: Besondere Gottesdienste / Konzert St. Daniels Vocal Ensemble
- Seite 11: Gottesdienste, Teil B / Halbe Stunde der Besinnung
- Seite 12: Neuer Bus für die Jugend / Jugendkreuzweg / Osternacht
- Seite 12: Dekanatsfrauentag / Kirchentag / Aus unserem Kindergarten 


 Seiten 2 und 11:

G O T T E S D I E N S T E

31.03. - Samstag
Steinborn: 19.00 Uhr - Schmidt - Orgel: Kaiser

01.04. - Judika
Eisenberg: 10.00 Uhr - Hauth - Orgel: Kirsch
Konfirmation Pfarrei II
Stauf: 09.00 Uhr - Schmidt - Orgel: Rauch

04.04. Mittwoch
Eisenberg: 19.00 Uhr - Hauth - Orgel: Kirsch
5. Passionsandacht 

04.03. - Palmsonntag
Eisenberg: 10.00 Uhr - Schmidt - Orgel: Kirsch
Konfirmation Pfarrei I
Stauf: 09.00 Uhr - Trotzkowski - Orgel: Scholz

12.04. Gründonnerstag
Eisenberg: 19.00 Uhr - Schmidt / Hauth - Orgel: Kirsch
Gottesdienst mit Abendmahl

13.04. - Karfreitag
Eisenberg: 10.00 Uhr - Schmidt - Orgel: Kirsch
Gottesdienst mit Abendmahl
Eisenberg: 18.00 Uhr - Schmidt / Dydo - Orgel: Kirsch
Ökumenische Feierstunde 
Steinborn: 15.00 Uhr - Schmidt - Orgel: Kirsch
Gottesdienst mit Abendmahl

15.04. - Ostersonntag
Eisenberg: 10.00 Uhr - Schmidt - Orgel: Kirsch
Gottesdienst mit Abendmahl
Steinborn: 05.30 Uhr - Hauth - Orgel: Heidenmann
Auferstehungsgottesdienst mit Abendmahl
Stauf: 10.00 Uhr - Hauth - Orgel: Kirsch
Gottesdienst mit Abendmahl 

16.04. - Ostermontag
Eisenberg: 10.00 Uhr - Hauth - Orgel: Kirsch
Gottesdienst mit Abendmahl
Steinborn: 11.00 Uhr - Hauth - Orgel: Kirsch

22.04. - Quasimodogeniti
Eisenberg: 10.00 Uhr - Hauth - Orgel: Weinberg
Steinborn: 11.00 Uhr - Hauth - Orgel: Weinberg

29.04. - Misericordias Domini
Eisenberg: 10.00 Uhr - Schmidt - Orgel: Kirsch
Steinborn: 11.00 Uhr - Glatz - Orgel: Kaiser

01.05. - Maifeiertag
Eisenberg: 10.00 Uhr - Dydo / Schmidt mit SÖA und DGB
Ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Kirche 

02.05. - Mittwoch
Eisenberg: 19.00 Uhr - Besuchskreis - Orgel: Eichling
Halbe Stunde der Besinnung

05.05. - Samstag
Steinborn: 19.00 Uhr - Hauth - Orgel: Kirsch

06.05. - Jubilate
Eisenberg: 10.00 Uhr - Glatz - Orgel: Kirsch
Gottesdienst mit Abendmahl
Steinborn: 11.00 Uhr - Hauth - Orgel: Heidenmann
Krabbelgottesdienst mit anschließendem Mittagessen
Stauf: 09.00 Uhr - Glatz - Orgel: Kirsch 

Gottesdienste im Seniorenheim:
jeweils um 10.00 Uhr am:
06.04. - Schmidt
20.04. - Hauth - Gottesdienst mit Abendmahl
04.05. - Hauth
Orgel im Seniorenheim: Eichling

Kindergottesdienste:
in Steinborn: jeden Sonntag um 11.00 Uhr im Haus der Kirche
in Eisenberg: Kein Kunterbunter Kindermorgen, aber Übernachtung der KubuKimo-Kinder am 28. / 29.04. im Haus der Kirche in Steinborn

Keine Kindergottesdienste während der Osterferien vom 05. bis 20. April 2001!


Halbe Stunde der Besinnung

"Aufbrechen und blühen" heißt das Thema der Halben Stunde der Besinnung im Mai. Umrahmt von Orgelmusik wird in Gebeten und Texten vom Wachsen und Werden, von Blumen und ihrer Symbolik, erzählt. Die Frauen des Besuchskreises laden dazu herzlich ein, am 2. Mai um 19.00 Uhr in die Prot. Kirche.

 

Nur den Gedanken
öffnet sich die Blume der Freude.
Wer eine Knospe frühzeitig aufbricht,
wird nie ihre volle Entfaltung erleben.
Zenta Maurina

 


 Seite 3:

Monatsspruch April:

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
< Lukas 24, Vers 5 >

Liebe Gemeinde,

was sucht ihr auf dem Friedhof, natürlich ist nicht das Suchen in Frage gestellt, sondern der Ort der Suche. Aber ist dieser Ort tatsächlich so falsch? Tote sind auf dem Friedhof zu finden, das sagt uns die Erfahrung und die Erinnerung. Alles sträubt sich gegen die Behauptung: Christus ist auferstanden. Der Ort des Todes spielt für Ihn keine Rolle mehr. Das Grab ist leer. Deshalb ist dort das Suchen vergebliche Liebesmühe. Die Engel weisen uns den neuen Ort des Suchens, das Leben. Durch Ihre Zurechtweisung zeigen sie uns, wo und wie wir ein Leben in Hoffnung führen können. Dieser Weg vom Grab weg hilft aus dem Gefängnis der Hoffnungslosigkeit auszubrechen. All zu oft haben wir mit dem Verlust eines lieben Menschen unsere Lebenshoffnungen und Erwartungen einbalsamiert, weil der Tote zum Mittelpunkt unseres Lebens wird. Glauben an die Auferstehung aber heißt, der Tote ist uns im Leben einen Schritt voraus. Alle Grabpflege und alle Blumen für den Verstorbenen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir einen Ort pflegen, an dem der Tote nicht mehr ist.

Die Gewissheit, dass der Tote nicht mehr am Ort des Todes, sondern bei den Lebendigen, mitten im Leben ist, weil Christus auferstanden ist, weist uns ins Leben zurück und die Grabpflege und die Blumen sind Ausdruck des gefundenen Lebens. Sie künden davon, dass wir den Lebendigen wie ein Kind suchen, das sich am Leben freuen kann, und sich nicht durch dunkle Bedenkenträger ins Gefängnis der Hoffnungslosigkeit zurückbringen lässt. Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.

Ihr

Pfarrer F. Schmidt


 Seite 4:

Regelmäßige Gruppenstunden und Sportangebote
von CVJM und Evangelischer Jugend

Keine Veranstaltungen in den Osterferien vom 05.04. bis 20.04.2001!

Kindergottesdienst in Steinborn:
jeden Sonntag von 11:00 - 12:00 Uhr im Haus der Kirche
Kunterbunter Kindermorgen in Eisenberg:
in der Regel am 3. Sonntag im Monat ab 09:30 Uhr im Ev. Gemeindehaus,
Abschluss um 11:30 Uhr in der Prot. Kirche - im März am 18.03.
Krabbeltreff für Kinder von 0 bis 3 Jahren und ihre Eltern in Steinborn:
jeden Mittwoch von 09:30 - 11:00 Uhr im Haus der Kirche
Stöpselgruppe für Kinder von 3 bis 6 Jahren in Steinborn:
jeden Dienstag von 16:00 - 17:00 Uhr im Haus der Kirche
Kindergruppe für Kinder von 5 bis 7 Jahren in Eisenberg:
jeden Montag von 15:00 - 16:00 Uhr im Ev. Gemeindehaus
Kinderchor für Kinder ab 5 Jahren in Eisenberg:
jeden Freitag im Konfiraum im Ev. Gemeindehaus:
von 16:00 - 16:45 Uhr für Kinder ab 5 Jahre -
von 16:30 - 17:15 Uhr für Kinder ab der 3. Klasse
Jungschar für Jungs von 8 bis 12 Jahren in Steinborn:
jeden Montag von 18:00 - 19.30 Uhr im Haus der Kirche -
in Eisenberg: jeden Dienstag von 18:00 - 19:30 Uhr im Ev. Gemeindehaus
Die "Power Girls" - Jungschar für Mädchen von 8 bis 12 Jahren in Eisenberg:
jeden Mittwoch von 17:00 bis 18:30 Uhr im Ev. Gemeindehaus
"Open House" bei den Kellerasseln
für Mädchen und Jungs von 13 bis 16 Jahren in Eisenberg:
3 bis 4 mal im Monat, jeweils freitags von 19:00 - 22:00 Uhr im Ev. Gemeindehaus
JMK - Jungmitarbeiterkreis für Jugendliche ab 13 Jahre
im April 04.04.

CVJM-Sport
Jazztanz für junge Leute
jeden Montag von 18:00 - 19:00 Uhr in der Gymnastikhalle der Grundschule
Volleyball - Grundkurs für Anfänger - für Jugendliche ab 14 Jahren:
jeden Montag von 18:00 - 20:00 Uhr in der Realschulturnhalle
Sport- und Freizeitgruppe für junge Erwachsene
jeden Montag von 20:00 - 22:00 Uhr in der Realschulturnhalle

Kindergruppe für Kinder von 5 bis 7 Jahren in Eisenberg:
jeden Montag von 15:00 - 16:00 Uhr im Konfiraum im Ev. Gemeindehaus


Telefon-Seelsorge

Sagen, was Sorgen macht. Aussprechen, was bedrückt. Kostenfrei und verschwiegen.

0 800 - 111 0 111 oder 0 800 - 111 0 222 


 Seiten 5 bis 7:

Partnerschaft mit AMAS / Brasilien - Brief von Miriam Müller

Porto Amazonas, 5. März 2001

Liebe Kirchengemeinde Eisenberg, liebes Ehepaar Schmidt!

Gerade sitze ich im Saal unserer 3-jährigen und mache sozusagen Mittagspause während sie schlafen. Endlich habe ich mir nun mal Zeit genommen, so eine Art "Bericht" über meine Arbeit und allgemein mein Leben hier in Brasilien zu verfassen, um den Sie, Herr Schmidt, mich gebeten haben. Eigentlich sollte dieser Bericht ja schon viel früher in Eisenberg eintreffen. Ich gebe zu, mich sehr lange davor "gedrückt" zu haben, doch fällt es mir nicht gerade leicht, all die neuen Eindrücke, Erfahrungen, Gefühle etc. Mit Worten auszudrücken, so dass sich auch jemand, der nicht hier ist, ein relativ gutes Bild von all dem machen kann. Ich entschuldige mich an dieser Stelle ganz aufrichtig und hoffe, Sie sind nicht böse über die Verspätung.

Nachdem ich - nach etlichen Anrufen, Besuchen, E-Mails etc. an die brasilianische Botschaft und an die Organisation in Brasilien selbst - jetzt endlich doch noch mein Visum erhalten habe, ging es am 24. Juli los nach Brasilien. Ich möchte mich hier noch einmal ganz herzlich bei Ihnen, Herr Schmidt, bedanken für Ihre Bemühungen, Ihre Geduld und die Kraft, die Sie in die Organisation meines Jahres hier gesteckt haben!

In Brasilien angekommen wurde ich in die creche (= Kindertagesstätte) in Palmeira, ca. 100 km westlich von Curitiba, gebracht. Dort sollte ich zwei Wochen zum Eingewöhnen bleiben; eine Ex-Freiwillige ständig an meiner Seite, was auch wirklich sehr hilfreich war, da ich am Anfang außer oí ("hallo") und ciao ("tschüs!") kein Wort Portugiesisch kannte und somit ohne sie wirklich verlassen und hilflos gewesen wäre. Während dieser beiden Wochen habe ich in der Gruppe der 1-2 jährigen mitgeholfen: beim ständigen Aufs-Töpfchen-Setzen; Zähne putzen; Aufpassen, dass keines abhaut; Essen austeilen etc.. Ganz neu war für mich das Wickeln, noch dazu mit Stoffwindeln, was mir am Anfang relativ peinliche Situationen eingebracht hat ...

Weil die ehemalige Freiwillige ausgebildete Krankenschwester war, konnte ich auch ein bisschen in die "farmácia" (Krankenzimmer) der creche hineinschnuppern, beim Verbinden von Wunden, bei der monatlichen Gewichts- und Wachstumskontrolle, wie auch beim obligatorischen Entlausen zusehen.

Insgesamt hat mir die erste Zeit dort in Palmeira wirklich gut gefallen, allerdings wird man auch gleich mit den eher traurigen Seiten hier konfrontiert, denn direkt ans untere Ende der creche grenzt eine favela, aus der viele Kinder in die creche kommen. Überhaupt ist der Anblick vieler unserer Kinder oft schlimm, sie entstammen für unsere Köpfe fast unvorstellbar ärmlichen Verhältnissen, manche wohnen mit vielen Geschwistern in winzigen Holzhütten, manchmal ohne richtigen Boden; ihre Bekleidung ist mehr als dürftig und viele Eltern bringen die Kinder zur creche, damit sie dort eine Mahlzeit bekommen können.

In Palmeira befindet sich übrigens die größte creche von AMAS (Associação Menonita de Assistência Social), hier werden 250 Kinder betreut. Insgesamt betreut das Werk ca. 700 Kinder in 6 Tagesstätten und einer Schule. Es wurde von deutschstämmigen Mennoniten gegründet und lebt allein von Spenden, erhält keinerlei Hilfe vom brasilianischen Staat. Die Kinder erhalten täglich 4 Mahlzeiten, werden von sogenannten "tias" (= Tanten) den ganzen Tag betreut, haben die Möglichkeit zu spielen, singen, tanzen, basteln, malen, toben etc.

Außerdem bietet AMAS Arbeitsplätze für Menschen aus den ärmeren Schichten. Insgesamt ist die Arbeit, die AMAS hier leistet, in meinen Augen eine sehr, sehr gute und es ist wirklich ein schönes Gefühl, hier mithelfen zu können.

Nach den ersten beiden Wochen wurde ich dann nach Curitiba gebracht, wo ich bei einem älteren Ehepaar gewohnt habe, das mich wirklich superlieb aufgenommen hat. Schon nach kurzer Zeit habe ich mich schon gar nicht mehr richtig als Gast gefühlt, sondern von "bei uns" und "zu Hause" gesprochen. Ein bisschen schade war nur, dass ich wenig von brasilianischer Kultur und Sprache mitbekommen habe, da die Familie auch deutschstämmig ist.

Die creche im Stadtteil Xaxim, in der ich nun die nächsten 7 Monate arbeiten sollte, besteht aus 55 Kindern und (mit mir) 7 "tias", wodurch die Atmosphäre sehr viel familiärer und alles viel klarer und - wie ich finde - auch gemütlicher ist als in Palmeira. Ich finde es schön, die Kinder zu kennen, nicht nur beim Namen, sondern schon die einzelnen Charaktere relativ gut einschätzen zu können. Es ist spannend festzustellen, dass die Kinder noch total jung, aber schon ganz spezielle Persönlichkeiten sind.

Die anderen Frauen hier sind sehr, sehr lieb, das gemeinsame Arbeiten macht viel Freude; man kann aufgrund der Größe der creche noch besser aufeinander eingehen , kennt die Probleme der anderen, redet viel über alles mögliche und trifft sich manchmal am Wochenende.

Es gibt im Xaxim drei Gruppen; ich habe meistens bei den Kleinsten, den 3-jährigen geholfen, doch genauso in den anderen.

Hier einmal ein kurzer Tagesablauf:

7:15 - 8:00
Kinder werden gebracht

8:00 - 8:30
Andacht der Angestellten und anschließend Frühstück Kinder (Brot mit Margarine oder Marmelade und Kaffee oder Kakao)

8:30 - 9:00
Andacht Kinder und Hygiene

9:00 - 11:00
alles, was ganz grob unter "Beschäftigung, Spiel, Spaß, Erziehung" fällt:
· Spiele im Freien
· spielen mit Spielzeug (Gesellschaftsspiele, Puppen, Stofftiere, Bauklötze etc.)
· einfach Herumtoben auf dem Freigelände
· Basteln
· Malen
· Geschichten vorlesen
· Singen
· Spazieren gehen
Die Kinder lieben es ganz besonders, wenn wir Musik anmachen, dann tanzen sie fast pausenlos.

11:00 - 11:15
Aufräumen / Hygiene

11:15 - 11:45
Mittagessen
(Reis; schwarze Bohnen; Salat; Fleisch; entweder Kartoffeln, Maisbrei oder Maniok / Nachtisch)
Zähne putzen

11:45 - 14:00
Mittagsschlaf; danach "Lunch" (Kekse; Kuchen; Früchte...)

14:00 - 16:00
wieder Beschäftigung in den Gruppen

16:15
Abendessen (Suppe)

17:00 - 17:30
Kinder werden abgeholt

Die Arbeit macht wirklich sehr, sehr viel Spaß. Und auch in meiner Freizeit habe ich schon viele schöne Dinge unternommen, treffe mich ziemlich regelmäßig mit meinen Kolleginnen und auch mit anderen Freiwilligen (es gibt noch zwei in Palmeira und eine in Lapa). Zusammen haben wir schon einige Ausflüge unternommen: nach São Paulo, Paranaguá (wir sind dorthin mit dem Zug gefahren, durch den Atlantischen Regenwald, es war wunderschön), Florianópolis und in den Naturschutzpark von Vila Velha. Außerdem waren meine Mutter und meine Tante im Januar zu Besuch hier und wir haben uns die gigantischen Wasserfälle von Foz angeschaut, ebenso wie die wirklich süße Ilha do Mel (Honiginsel).

Doch nicht alles hier ist so schön in Brasilien wie die Landschaft, gerade durch den Besuch von Mama habe ich wieder festgestellt, dass Dinge, die für uns Europäer total fremd und erschreckend sind, hier einfach zum Alltag gehören: so z. B. die favelas, an denen man vorbeifährt, die bettelnden Kinder, die Papiersammler (das sind Leute, die sich ihren Lebensunterhalt damit verdienen, mit riesigen Karren durch die Stadt zu ziehen und herumliegendes Papier aufzusammeln, das sie dann verkaufen können. Besonders schlimm, dass diese Arbeit auch von vielen Kindern ausgeführt wird). Neben all dem Schönen hier bleibt doch immer diese krasse Armut bzw. noch schlimmer, die sozialen Gegensätze: erst fährt man mit dem Bus an einer favela vorbei und kommt dann schließlich in einem Viertel an, in dem riesige, alarmgeschützte Villen - mit möglichst scharfen Hunden im Garten - stehen.

Insgesamt bin ich wirklich sehr glücklich über dieses Jahr hier, nicht nur weil ich die Menschen und die Arbeit so sehr mag. Ich habe Dinge in meinem Leben hinterfragen gelernt, vor allem ihren Wert mehr zu schätzen, neben materiellen "Selbstverständlichkeiten" vor allem meine Familie. So viele Kinder hier haben nur ein Elternteil oder leben mit beiden, die jedoch ständig streiten; viele Väter vor allem sind Alkoholiker... unter all diesen Dingen leiden die Kinder natürlich zusätzlich. Für mich war es immer einfach NORMAL, dass meine Eltern immer da waren, vor allem immer für mich da waren und mich unterstützt haben bei eigentlich fast allem (wie eben z. B. auch diesem Jahr). Gerade dieses festzustellen, nämlich dass die angeblichen Selbstverständlichkeiten im Leben in Wirklichkeit gar keine sind, allein schon dafür hat sich diese Zeit gelohnt.

Nochmals vielen, vielen Dank Ihnen, Herr Schmidt, ohne Ihre Anstrengungen wäre ich nie in den Genuss eines Jahres Brasilien gekommen!

Ganz herzliche Grüße,

Miriam


 Seite 8:

Dank und Unterstützung für Jugendarbeit

Die Landessynode hat bei ihrer Herbsttagung eine Resolution zur weiteren Förderung der Jugendarbeit verabschiedet. Sie will die Arbeit der Evangelischen Jugend der Pfalz "intensiv fördern" und die personellen, rechtlichen und materiellen Voraussetzungen verbessern. Außerdem forderte die Landessynode die Kirchenbezirke und Kirchengemeinden auf, sich verstärkt um Jugendarbeit zu bemühen. Weiter heißt es in der Resolution: "Die Landessynode spricht allen, die in der Jugendarbeit Verantwortung übernehmen, ihren Dank und ihre Anerkennung für ihren Einsatz aus. Sie ist sich bewusst, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine unverzichtbare Stütze der evangelischen Jugendarbeit sind. Ihre Bereitschaft, Glaube, Liebe, Zeit und Phantasie für Kinder und Jugendliche einzubringen, ist ein fundamentales Kennzeichen der Arbeit unserer evangelischen Kirche mit, von und für Kinder und Jugendliche".

Eine Förderung kirchlicher Jugendarbeit versprach auch Staatsministerin Dr. Rose Götte in ihrem Grußwort vor den Synodalen. Sie sagte, es sei notwendig, ,,dass sich auch die Kirchen in Zukunft noch mehr den Kindern und Jugendlichen zuwenden. Das Land wird sie dabei nach Kräften unterstützen."

Die Osternacht auf der Landesgartenschau in Kaiserslautern, das Festival "The great Ding Dong" in Speyer und das pfalzweite Fußballturnier der Konfimandengruppen im Rahmen der Jugendkampagne "Funtastisch" zeigten, wie jung Kirche sein kann. Die Kampagne sorgte dafür, dass sich bei den 140 Veranstaltungen die Teilnehmerzahlen verdoppelten: 27.000 Jugendliche machten mit.

Öffentlichkeitsreferat der Landeskirche
Dr. Maria R.-Hecker


Stichwort: Ostern

Ostern ist der bedeutendste Feiertag für die Christenheit. Er erinnert an die Auferstehung Jesu nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz und ist Sinnbild für die Erlösung, den Sieg über den Tod und neues Leben.

Die ersten Zeugnisse für ein jährliches Osterfest finden sich im zweiten Jahrhundert. Ostern gilt damit als das älteste christliche Jahresfest. Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest frühestens am 22. März und spätestens am 25. April begangen.

Das Osterfest geht aus einer urchristlichen Passah-Feier hervor, die sich aus dem jüdischen Passah-Fest entwickelte. Trotz der Loslösung vom Judentum blieben wichtige Parallelen bestehen: Passah. die Erinnerung an den Auszug der Juden aus Ägypten liegt in zeitlicher Nähe zu Ostern - in diesem Jahr vom 8. bis 15. April.

Nahezu alle Inhalte des Passah-Festes haben ein Gegenstück in der christlichen Symbolik. So erinnert das Osterlamm, das aus dem an Passah geschlachteten Lamm hervorgeht, an das Sühneopfer Jesu. gb


 Seite 9:

Termine - Gruppen und Kreise

Keine Veranstaltungen in den Osterferien vom 05.04. bis 20.04.2001!

Besuchskreis in Steinborn:
erst wieder am Dienstag, den 08.05., 20:00 Uhr, im Haus der Kirche
BLICK-Redaktionskreis in Eisenberg:
am Montag, den 23.04., 19:00 Uhr, im Pfarramt 1, Fr.-Ebert-Str. 15
Evangelischer Frauenkreis in Eisenberg:
jeden Dienstag um 20:00 Uhr im Keller im Ev. Gemeindehaus
Evangelischer Frauenbund in Eisenberg:
im Kleinen Saal des Ev. Gemeindehauses,
am Donnerstag, den 05.04., 19.04. und 23.05.,
jeweils um 15.00 Uhr
Gymnastik für Frauen in Steinborn:
jeden Montag von 14:30 - 15:30 Uhr und jeden Dienstag von 09:30 - 10:30 Uhr im Haus der Kirche
Ökumenisches Frauenfrühstück in Eisenberg:
in der Regel am letzten Mittwoch im Monat um 09:30 Uhr im Kleinen Saal des Ev. Gemeindehauses - im April am 25.04.
Ökumenischer Seniorenkreis in Steinborn:
jeden Mittwoch von 15:00 - 17:00 Uhr im Haus der Kirche
Posaunenchor in Steinborn:
jeden Donnerstag um 20:00 Uhr Probe im Haus der Kirche
Singkreis mit Frau Kirsch in Eisenberg:
jeden Montag um 20:00 Uhr im Kl. Saal des Ev. Gemeindehauses
Landeskirchliche Gemeinschaft in Eisenberg:
Bibelstunde jeden Mittwoch um 19:30 Uhr
Evangeliumsverkündigung jeden Sonntag um 18:00 Uhr im Missionshaus in der Staufer Straße


Herausgeber:
Evangelische Kirchengemeinde, Protestantisches Pfarramt 1,
Friedrich-Ebert-Straße 15, 67304 Eisenberg/Pfalz,
Telefon 0 63 51 / 72 13, Fax: 0 63 51 / 98 90 66,
E-Mail: prot.pframt1-ebg@t-online.de

Redaktion:
Pfarrer Friedrich Schmidt (verantw.), Marianne Dech, Helene Sonderschefer, Jörg Krause

Redaktionsschluss: 23. April 2001

Bankverbindungen:
Evangelische Kirchengemeinde:
Sparkasse Donnersberg, Kto.-Nr.: 1 100 650 / BLZ: 540 519 90
Protestantischer Krankenpflegeverein:
Sparkasse Donnersberg, Kto.-Nr.: 1 101 369 / BLZ: 540 519 90

Internet:
http://home.t-online.de/home/prot.pframt1-ebg/evgemebg.htm

Prot. Pfarramt 1 - Telefon: 0 63 51 / 72 13
Prot. Pfarramt 2 - Telefon: 0 63 51 / 84 19


 Seite 10:

Konfirmation Pfarrei 1

Zur Vorbereitung der Einsegnung am Palmsonntag, 08.04. um 10.00 Uhr in der Prot. Kirche treffen sich die KonfirmandInnen am 03.04. um 15.00 Uhr und am 07.04. um 10.00 Uhr in der Kirche.


Kunterbunter Kindermorgen

Von Samstag, 28.04., auf Sonntag, 29.04., übernachten die KubuKimo-Kinder im Haus der Kirche in Steinborn. 


Ökumenischer Gottesdienst

Die Gemeinde ist herzlich eingeladen zu einem ökumenischen Gottesdienst in Zusammenarbeit mit dem Sozialpolitischen Ökumenischen Arbeitskreis und dem DGB am 1. Mai um 10.00 Uhr in der katholischen Kirche.


Krabbelgottesdienst

Herzliche Einladung, vor allem an Familien mit kleinen Kindern, zum nächsten Krabbelgottesdienst mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen am 06. Mai um 11.00 Uhr im Haus der Kirche.

 

Christus
ist auferstanden.
Er ist wahrhaftig
auferstanden.

Alter Ostergruß

 


ST. DANIELS VOCAL ENSEMBLE

Konzert am Ostersonntag, 15. April 2001, Prot. Kirche Eisenberg, 20.00 Uhr

Der St. Daniels Chor Moskau besteht aus fünf russischen Vokalsolisten. Dieser Chor wurde 1990 im Danilow Kloster in Moskau - am Sitz des russisch-orthodoxen Patriarchen Alexej II - gegründet. Die Künstler haben in der Meisterklasse Gesang am Moskauer Musikkonservatorium eine abgeschlossene Ausbildung in Solo- und Chorgesang sowie Dirigat und Komposition erhalten. Und so finden wir auch im Repertoire des Solisten-Quintetts vornehmlich Literatur der russisch-orthodoxen Kirchenmusik, aber auch klassische Chormusik im weitgespannten Rahmen. Die sympathischen Künstler widmen sich zudem in besonderer Weise der Pflege der Werke aus dem reichhaltigen Schatz russischer Volksmusik.

Unter der Leitung seines Gründers, Herrn RENAT SCHAIMARDANOV, entfaltet das Ensemble neben seinen Aufgaben im Gottesdienst eine breite Konzert-Aktivität sowohl in Rußland als auch im Ausland.

Der Kartenvorverkauf läuft ca. 3 Wochen vor dem Konzert an bei Bürobedarf Scheifling, Buchhandlung Garamond, Telefonische Kartenreservierung (T-NET-BOX) Tel.: 0 63 51 - 39 84 53.


 Seite 12:

Neuer Bus für die Jugend

Wir bedanken uns herzlich bei all denjenigen, die mit Ihren Spenden die Anschaffung eines neuen Busses für die Evangelische Jugend / den CVJM Eisenberg möglich gemacht haben.

Durch Werbung auf dem Bus finanziert:

Herr Stefan Heindl für die Firma Elektro-Heindl; Herr Josef Piégsa, Heizungsbau; Herr Norbert Mang für die Firma Maue in Rockenhausen; Herr Jürgen Brach für die Firma Steinhauer; Herr Walter Steiner für die Firma EKW; Herr Heiko Groß für die Firma EVS; Frau Fischer und Frau Lenz für die "Fundgrube"; Frau Beate Scheifling, Schreibwaren; Herr Kurt Eckel, Schreinerei; Frau Masztalerz und Herr Völk für die Massagepraxis; Herr Albert Schmitt, Backparadies; Herr Adolf Kauth, Versicherungen; Herr Mathias Dech, Fahrzeuglackierung; Frau Anette Kleiser-Trunk, Apotheke; Herr Berger für die Dachdecker-Firma Berger & Sohn; Herr Ulf Filor, Heizungsbau; Herr Stefan Müller für die Firma Finkler; Frau Edith Jung, Heizungsbau; Frau Kusserow und Herr Schwalb von FONTARGEN; Damen und Herren der Firma RCS; Herr Hubert Wiesner für die Firma DAS-Versicherungen.

Spender über Werbefirma:

Herr Rüdiger Puhlmann; Herr Alebrand; Herr Will und die Firma Per-Chemie

und viele Spender, die uns durch direkte Spenden geholfen haben.


Keine Osternacht

In diesem Jahr findet keine "Osternacht" statt, wohl aber der Auferstehungsgottesdienst am Ostersonntag um 05.30 Uhr im Haus der Kirche in Steinborn.


Dekanatsfrauentag

der Dekanatsfrauentag des Dekanats Grünstadt findet am Samstag, den 28. April 2001, um 14.30 Uhr in Kirchheim / Weinstraße in der Gemeindehalle statt.

Wir stellen uns dieses Jahr unter das Thema: "Fotografie - unter welchem Aspekt wird sie hergestellt und unter welche Verantwortung stellt sich die/der Fotograf/in?"

Referentin ist Frau Gerard de Soucanton.


Evangelischer Kirchentag

Pfarrer Schmidt plant mit den KonfirmandInnen der Pfarrei 1 einen Besuch des 29. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Frankfurt am Main von Mittwoch, 13.06., bis Sonntag, 17.06.. Thema des Kirchentags: "Du stellst meine Füße auf weiten Raum". Es werden günstige Zugverbindungen angeboten, so dass auch ohne Einquartierung von Eisenberg aus die Teilnahme an den tagsüber stattfindenden Veranstaltungen möglich ist.


Aus unserem Kindergarten

Der Rindenmulchbelag um die Spielgeräte herum ist nun wieder aufgefüllt, so dass unsere Kinder wieder ungehindert spielen und toben können. Herzlichen Dank der Firma Gartenbau Will aus der Staufer Straße, die uns den Rindenmulch gespendet hat.

Auch sagen wir dem Rentner herzlichen Dank, der uns für den Unterhalt des Personals unaufgefordert 100 DM spendete als "Solidaritätsbeitrag" für die Ortskirchensteuerzahler.

 

Jugendkreuzweg: Freitag, 06. April, 18.00 Uhr, Katholische Kirche; Ende voraussichtlich im Evang. Gemeindehaus

 


 

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Kirchengemeinde (Auswahl)
Was ist neu?