Blick

in die Evangelische Kirchengemeinde Eisenberg/Pfalz


August 1999

 
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Blick - Jahresübersicht
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Posaunenchor beim Waldgottesdienst auf dem Waldspielplatz in Stauf

Monatsspruch August

Jesus Christus spricht: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen.
< Matthäus 12, Vers 36 >

Liebe Gemeinde,

wir leben heute in einer Welt, in der sich die Flut der Worte mit der Bilderflut paart. Die Wortflut soll uns klarmachen, daß unser Empfinden uns trügt, auch wenn die mit eigenen Augen gesehenen Bilder dieses Empfinden hervorgerufen haben. Ein Beispiel hierfür ist der Auftritt unserer Fußballnationalmannschaft in Mexiko. Wer die Spiele sah und danach einige Kommentare von Verantwortlichen hörte, der mußte erkennen, daß er keine Ahnung vom Fußball und sportlichem Ehrgeiz hat. Mit einer Flut von Worten wurde da schöngeredet. Dies ist für unsere Zeit kennzeichnend.
Das einfache Eingeständnis, ich habe Mist gebaut, die klare Sprache, die zugibt, etwas falsch gemacht zu haben, ist selten. Wendet sie jemand an, dann schlägt sie ein wie eine Bombe und ein Heer von Kommentatoren bemüht sich, die Unklarheit wieder herzustellen. Wir erleben heute den Mißbrauch der Worte anders als unsere Väter, die den politischen Parolen der Nazis oder Kommunisten auf den Leim gingen. Alle Mächtigen und die es werden wollen wissen über die Macht des Wortes Bescheid. Auch die Bibel kennt die Macht des Wortes und Jesus warnt uns, das Wort zu mißbrauchen, und er erinnert daran, daß unser Wort gemessen wird an dem Wort Gottes, das Leben schafft. Dieses Wort kommt aus der Mitte des Lebens. Es ist ein Wort der Liebe, das Taten hervorbringt, Taten der Liebe. Es stellt niemand bloß, macht keinen nieder, sondern begegnet dem Leben mit einem tiefen Wohlwollen. Unnütze Worte sind Worte, die Leben zerstören, weil sie keine Taten oder nur Verwüstungen hervorbringen. Freundliche Worte allein ohne tatkräftige Hilfe genügen nicht.

Ihr

Pfarrer F. Schmidt


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Haltet euch nicht selbst für klug
- Römer 12, 16b -

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat... (Lies Psalm 121)

Ja, was wäre ich ohne unseren christlichen Glauben? Vielleicht geht es Ihnen genauso, deshalb trauí ich mich mal wieder, meine Gedanken in den Blick niederzuschreiben. Es heißt doch so schön: "Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin. Und ihr sollt einst sagen, daß ich gnädig bin." (J. Klepper, EG 380). Das tut auch mein lieber Gott schon 70 Jahre. Ich lernte, positiv zu denken, und ich genieße die herzliche Atmosphäre in der Gemeinde. Das Leben gibt mir jetzt Zeit genug, um zu überlegen, um nachzudenken, was hatte ich denn Gutes erlebt, in welchen Nöten und Tiefen hat Er mich getragen, was bringt die Zukunft, die ich versuche, ohne Ängste zu erleben? Denn "die Hand unseres Gottes ist zum Besten über alle, die Ihn suchen." (Esra 8, 22b)

Zutiefst wünscht man, so angenommen zu werden, wie man ist, ohne "Wenn und Aber". Ich kann diesen Worten aus Römer 12, 15,16 folgen: "Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet euch nicht selbst für klug." Überall gut angesehen zu sein, das gibt es nicht. Ich bemühe mich, die Schattenseiten des Lebens mit Gottes Hilfe durchzuhalten, ihm voll zu vertrauen. Mancher Streß kommt ganz unerwartet, da muß ich sofort beten: "Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort..."

Am Anfang war das Wort.
Das gute Wort Gottes. Gott selbst ist im guten Wort.
Wir sollen es nicht verschweigen, nicht mißbrauchen, nicht wegwerfen.
Es ist Gottes Geheimnis, daß er sich in unsere armen Menschenworte begibt.

RENATE KIRSCH

Am Samstag (31.07.) eilte ich sorgenfrei am Morgen, etwas zum Essen zu besorgen. Im Geschäft wurde ich von einem Dieb beobachtet... Weg war meine Geldbörse mit X DM und für mich wichtigen Papieren und Scheinen. Was tun? Zuerst mal nicht weinen und vernünftig handeln. Diese Situation ernstnehmen, man kann ja auch noch vorsichtiger sein, aufmerksamer und konzentrierter beim Einkauf bleiben, natürlich auch zu Hause nicht mit Fremden ins Gespräch kommen und die Wohnung betreten lassen, nichts unterschreiben... Der Feind ist öfter aufmerksamer als wir glauben, er kommt ganz fein auf uns zu. Für mich istís eine Warnung vor dem Bösen. Am Montag (2.8.) wurde dort eine andere Dame bestohlen. Gott sei Dank, daß der Dieb nicht bei "XXX" beschäftigt ist. Trotzdem bleiben wir guten Mutes, weil wir wissen, daß das Leben eben aus Licht und Schatten zusammengesetzt ist...

Genau vor vier Jahren hatte ich viel Schmerzliches erlebt, damit habí ich den Rest meines Lebens zu tun, ich lerne ja auch loszulassen. Mein 6 Jahre altes Enkelkind ist beim Unfall im Wasser gestorben. Viele Menschen aus unserer Gemeinde, die uns getragen hatten, haben wir mit meinen Kindern kennengelernt. Die Familie meiner Tochter und ich sind allen sehr dankbar, denn sie hatten Geduld mit uns, hatten uns geholfen mit Rat und Tat , in der Stille mit uns getrauert, gebetet, getröstet, mit Gottes Wort reich beschenkt. Der Glaube an den lebendigen Jesus Christus hilft immer wieder, daß das Leben weitergehen kann. Auch die dreijährige Katharina meiner Tochter gibt uns viel Freude, wir können mit ihr und ihrem Bruder mit einem Lächeln den neuen Tag begrüßen. Auch die Gemeinde freut sich mit uns. Danke sehr vielmals.

"Ich will dir den Weg zeigen, den du gehen sollst, ich will dich mit meinen Augen leiten." (Psalm 32, 8)

Und nun, wer ist denn der Klügste?

Tamara Knaub


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Evangelischer Frauenbund

Herzliche Einladung zum ersten Treffen nach der Sommerpause am Donnerstag, den 12.08., um 15.00 Uhr im Kleinen Saal des Ev. Gemeindehauses. Zu Gast ist Pfarrer Schmidt. Der nächste Frauenbund findet am 26.08. statt.


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Ökumenisches Frauenfrühstück

Nach den Ferien wieder, wie gewohnt, am letzten Mittwoch im Monat - 25.08. - von 09.30 Uhr bis 11.00 Uhr im Kleinen Saal des Ev. Gemeindehauses.


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Frauenkreis

Auch zum Frauenkreis herzliche Einladung immer dienstags um 20.00 Uhr in der Kellerwirtschaft im Ev. Gemeindehaus: am 17., 24. und 31. August.


Bitte beachten:
Die Gruppen und Kreise beginnen wieder zur gewohnten Zeit
ab Montag, den 16. August 1999! (Schulanfang)


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Redaktionsschluß: 23. August 1999


Herausgeber:

Evangelische Kirchengemeinde
Protestantisches Pfarramt 1
Friedrich-Ebert-Straße 15
67304 Eisenberg/Pfalz

Redaktion:

Pfarrer Friedrich Schmidt (verantwortlich),
Marianne Dech, Monika Kirschbaum, Stefanie Rothaug, Jörg Krause

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